zufrieden... freude... lug und trug?

  • jau, dieses forum hier hört sich natürlich ganz vernünftig , im sinne des zufrieden/glücklich- seins innerhalb des daseins des "einzelgängers"an, aber irgendwie trügt dann wohl doch nur der schein. letztlich ist es doch wohl etwas weithergeholt, gerade als mensch (oder nur deswegen), zu behaupten man sei zufrieden. im grunde herrscht doch allgegenwärtig der zustand der unzufriedenheit, egal wie man es dreht und wendet. aber das liegt doch auch irgendwo in den wurzeln des menschens, immerhin würde alles andere nur einen stillstand bedeuten. ich, für meinen teil, behaupte zwar auch, dass das alleinsein einen nicht unerheblichen reiz ausübt und zu einem wesentlichen teil ausreichend befriedigung birgt, neben der geistigen größe, welche die einsamkeit mit sich bringt, aber ein "glücksichsein" innerhalb eines stagnierten zustandes ist doch einfach schlichtweg nicht möglich.


    und genau in diesem grade lässt mich dieses forum hier irgendwo zweifeln (natürlich gelten meine anschauungen gerade mal dem überfliegen des forums, nach etwa 7-10 stunden lesens), aber viele beiträge lassen einfach nur den gedanken des stillstandes anmuten.


    im endeffekt ist der zustand doch nur herausfordernd und beflügelnd, er lässt uns wachsen, natürlich. aber diese metapher des "glücklichseins" wirkt einfach so fehl am platz...
    so, dass die treffendere formulierung vielleicht in die richtung von: "ich denke, also entferne ich mich von mir" ginge...


    hach, wer weiß... ich nicht mehr, dem rum sei dank...

  • so, dass die treffendere formulierung vielleicht in die richtung von: "ich denke, also entferne ich mich von mir" ginge...


    hallo tiwas,


    nee, so sehe ich das nicht. ich entferne mich nicht von mir durch das denken...


    durch das denken bereichere ich meinen horizont. ich beschäftige mich mit mir und meiner umgebung.
    das denken "zeigt" mir, dass mir nicht alles egal ist, sonst würde ich ja nicht darüber nachdenken...


    ich beschäftige mich ja durch das denken mit mir selbst. es sind ja MEINE gedanken, meine gefühle. also nix mit entfernen....

  • Der Schnaps führt deine Feder gut! ^^


    Ich bezweifele das ich zufriedener/glücklicher wäre, wenn ich in einer Beziehung leben würde. Ich bin ein Mensch der nimmt und selten gibt. Alleine das disqualifiziert mich. Meine Fähigkeit Kompromisse einzugehen ist auch nicht gerade ausgeprägt. Um es konkret auf den Punkt zu bringen: Menschen die sich in meiner unmittelbaren Nähe aufhalten, gehen mir ziemlich schnell auf den Sack. Und dabei ist es egal, ob ich sie mag oder nicht. In dieser Hinsicht bin ich ein absoluter Egoist.


    Aber ich würde nicht behaupten, daß ich stagniere. Ich beschäftige mich mit vielen (zu vielen) Dingen, gewinne Einsichten, revidiere diese. Langweilig ist mir so gut wie nie, meistens wird nur die Zeit knapp. Und richtig unzufrieden bin ich auch nur selten, obwohl es natürlich ab und an auch vorkommt. Herausforderungen gibt es genug. All die schönen Dinge, die mein kleiner Geist kaum zu fassen vermag. Dinge von archaischem Wesen bis zur Hochkultur. Eigentlich pflüge ich so gut wie jeden Acker.

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