Interview mit einer »multiplen Persönlichkeit« – Dissoziative Störungen (1)

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Rakal.

  • »Wir sind ein System«, sagt Fleur, bei welcher eine »Dissoziative Identitätsstörung« diagnostiziert wurde. Besser bekannt, ist der Ausdruck einer »multiplen Persönlichkeit«, einer Aufsplittung der Persönlichkeit in mehrere Teilidentitäten.

    Stark diskutiert in der psychologischen Fachwelt ist die umstrittene Diagnose für die Betroffenen einerseits eine Erleichterung, weil sich ihre Lebenssplitter plötzlich zu einem haltlosen Ganzen zusammenfügen. Andererseits wirkt der Stempel einer »multiplen Persönlichkeit« wie eine scheinbar unüberwindbare Hürde.

    psyheu.de verwendet das »Wir« als gewünschte Anredeform von Fleur.

    Hier geht es weiter Interview mit einer »multiplen Persönlichkeit«: Wir sind ein System

    Im zweiten Teil des Interviews mit einer »multiplen Persönlichkeit«, der demnächst hier erscheinen wird, sprechen wir mit Fleur über einzelne Anteile ihres Systems.

    Interview mit einer »multiplen Persönlichkeit« – Dissoziative Störungen (1), geschrieben von Juliane und publiziert im Psychologie Online-Magazin - psyheu.de

    Quelle: Interview mit einer »multiplen Persönlichkeit«: Wir sind ein System

  • Das wird sich kaum jemand freiwillig aussuchen @ Delusion. Da stecken ganz traurige Erlebnisse dahinter.


    Könnten wir uns bitte darauf einigen, dass wir es so machen, dass solche ernsten Themen entweder ernsthaft behandelt werden oder, wenn das nicht möglich ist, in diesem Forum gar nicht behandelt werden? Finde solche Themen echt zu ernsthaft, um das ins Lächerliche zu ziehen. Gerade was psychische Störungen angeht, finde ich es einfach unpassend, sich darüber lustig zu machen.


    Ich habe mal ein Buch darüber gelesen, das ist wirklich sehr komplex, und es muss wahnsinnig anstrengend sein, damit leben zu müssen. So ganz nachvollziehen kann es vermutlich auch niemand, der betroffen ist, weil man es sich einfach nicht vorstellen kann. Bei diesen multiplen Persönlichkeiten fehlen ganze Zeitabschnitte, an denen sich die Personen nicht mehr erinnern können.

  • Dachte eigentlich, dass es mit Schizophrenie verwandt ist. Ist aber nicht so. Bei Schizophrenie halten die Kranken ihre Halluzinationen für real, bei multiplen Persönlichkeiten stellte sich angeblich heraus, dass ihre Trugwahrnehmungen meist unbewusst wahrgenommen werden. Meistens sind die Erkrankten in ihrer Kindheit schwer missbraucht (mitunter auch gefoltert) worden. Schlimme Sache. Ob es definitiv heilbar ist, weiß ich nicht. So ein schweres Trauma aufzuarbeiten könnte durchaus Jahre an Therapie erfordern bzw. denke ich auch, dass die Kranken eventuell zusätzlich Halt in Familie oder sonstigen Bezugspersonen brauchen. Ist nur eine Annahme von mir.