Angst oder Angstphobien bei Menschenmassen

  • Ob beim Einkaufen, beim Konzert , beim Shoppen nie ist man wirklich allein. Es sind die alltäglichen Situationen die viele Menschen in Angst versetzen.


    Hier könnt ihr Ängste beschreiben oder einfach darüber erzählen und anderen vielleicht damit Mut machen.

  • Ich hatte vor etwa zehn Jahren eine Angst-und Panikstörung, die sich wohl aus einer Depression heraus entwickelte. Damals hatte ich keine Perspektive und einen Job, den ich hasste. Als es unerträglich wurde und ich nur noch zur Arbeit und zum Einkaufen gehen konnte und selbst diese zehn Minuten beim täglichen Einkauf mich völlig entkräftigten, ging ich zum Arzt.


    Ich hatte immer Panik, dass plötzlich meine Periode einsetzt, ich die Kontrolle über meine Blase verliere, oder mich in der Öffentlichkeit übergeben muss. Typische Sozialphobie eben, mit der Furcht, sich öffentlich zu blamieren.
    Deshalb musste überall wo ich mich länger aufhielt, eine Toilette in der Nähe sein.


    Ich habe damals Paroxetin bekommen, was sofort half. Danach holte ich meinen Abschluss nach und begann eine Ausbildung. Das alles hat mich ziemlich stark gemacht, weil ich germekt habe, dass ich etwas auf dem Kasten habe und eben nicht nur zum Putzen tauge.


    Die Medikamente hab ich nach einigen Monaten wieder abgesetzt. Im Beipackzettel stand, dass die Symptome nach etwa einem halben Jahr wieder kommen, was auch der Fall war. Nur habe ich gelernt, die Angst abzuwürgen, bevor sie wieder die Oberhand gewann.
    Ohne Medikamente hätte ich das sicher nicht geschafft. Heute kann ich mich selbstbewusst in Menschenmengen bewegen. Ich kann nur jedem raten sich Hilfe zu holen, weil es schade wäre, in ständiger Panik leben zu müssen, nur wegen einer Fehlschaltung im Gehirn, die man (meist) sehr gut behandeln kann.

  • Als es das erste mal wieder hoch kam, schob ich grad einen Einkaufswagen. Ich wusste sofort, dass es wieder losgehen würde, also hab ich dagegen angekämpft und mir immer wieder gesagt, dass es nur ein Gefühl ist, diese Angst und, dass sie vollkommen unbegründet, ja geradezu lächerlich ist. Das wissen darüber hat mich stärker gemacht und so konnte ich die Angst besiegen.


    Das habe ich dann jedesmal gemacht. Als ich meine Ausbildung begann und die erste Stunde im Klassenzimmer saß, war es auch wieder so weit. Die Lehrerin sagte, dass wir während des Unterrichts nicht zur Toilette dürfen und ich wusste noch nicht mal wo die Toiletten überhaupt waren, was mich dann noch mehr beunruhigte. Ich hab mich dann einmal richtig gestreckt und versucht mich einfach zu entspanne, obwohl ich in der ersten Bank direkt vor der Lehrerin saß. Aber das war mir egal.Jedenfalls hat das funktinoiert und ich bin wieder ruhig geworden.
    Sollte man überigens zwischendurch immer wieder mal machen, ist gesund :)
    So hab ich für jede Situation eine Methode gefunden, die Angst kleinzuhalten. Und irgendwann ist sie einfach nicht mehr gekommen.

  • und versucht mich einfach zu entspanne


    Ich habe mal gelesen das Menschen die zu Phobien neigen Yoga machen sollten, da ich selber viel Yoga mache weiß ich wie man damit runterfahren kann. Das man mit Steckübungen entspannen kann finde ich interessant !!
    Wie lange hat der Prozess bei dir gedauert bis du es ohne Tabletten im Griff hattest ?

  • Ich habe Höhenangst, versuche aber damit zu leben. Steige bewußt auf Leitern, wenn ich spüre ,es geht nicht weiter,gehe ich halt wieder nach unten.
    Es ist schon besser geworden, aber ganz weg, wird es wohl nicht gehen.

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